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Amazonas

Fast die gesamte nördliche Hälfte von Südamerika wird von einem gigantischen Fluss-System beherrscht und eignet sich daher ideal für Expeditions-Kreuzfahrten durch den Regenwald. Der grösste und zugleich namensgebende Strom des Amazonas-Beckens ist der Amazonas. Das feucht-tropische Gebiet erstreckt sich über sieben Millionen Quadratkilometer und die Staaten Brasilien, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru und Bolivien.

Geographisch kann die Amazonasregion in zwei Subregionen unterteilt werden: Der hohe Amazonas sowie die Amazonas Tiefländer. Das Hochland ist Teil des Anden-Gebirgsausläufers, das in Richtung des Amazonas-Flussbeckens langsam absteigt. Hier beherrschen die Bergmassive Napo, Galeras, Cutucú und Condor das Landschaftsbild. Die Tiefländer, weiter östlich, sind die Heimat von einigen der landesweit schönsten und wirtschaftlich wichtigsten Flüsse: Putumayo, Napo und Pastaza.

Die Vegetation ist sehr abwechslungsreich. Dichte Wälder wechseln sich ab mit Bergwäldern, waldfreien Savannen sowie Mangrovenwäldern und Sumpfwäldern. Die biologische Vielfalt der Amazonasregion lockt nicht nur Forscher und Wissenschaftler an, sondern bietet auch Tier- und Reisebegeisterten unvergessliche Erlebnisse. 

Klima

Im Amazonas-Becken ist es ganzjährig sehr heiss mit einer Luftfeuchtigkeit, die häufig über 90 Prozent liegt. Beinahe täglich fallen reichhaltige Niederschläge. Insbesondere zwischen Januar und Mai ist es schwierig hier zu reisen. Die Durchschnittstemperaturen der einzelnen Monate eines Jahres variieren nur sehr leicht zwischen 26°C und 28°C. Die Tageshöchsttemperaturen liegen meistens zwischen 30°C und 40°C, während die Temperaturen nachts mit 20°C und 30°C kaum abkühlen.

Reiseinformationen

Gummistiefel sind im Amazonas ein Muss und können bei den meisten arrangierten Touren erworben werden. Ebenso gehören Insektenschutzmittel (mit DEET), Moskitonetze, Medikamente gegen Allergien (Stacheln) und Malaria Tabletten zur Grundausstattung. Empfohlen werden zudem Wasserreinigungs-Tabletten (Jod), Plastiktüten für alles, was Sie trocken halten möchten, locker sitzende Kleidung (hält kühl und schützt vor Insektenstichen) und etwas wärmere Kleidung. Insbesondere auf dem Boot kann es im Regenwald überraschend kühl werden. Vergessen Sie auch nicht einen Feldstecher – im Regenwald von unschätzbarem Wert!

Peru

Peru gehört, nebst Bolivien und Ecuador, zu den drei Anden-Staaten des westlichen Südamerika. Vor der Eroberung durch die Spanier im 16. Jahrhundert gehörten sie zum Inka-Reich. Im frühen 19. Jahrhundert wurden sie von Spanien unabhängig. 

Landschaftlich besitzt Peru eine zu den Anden gehörende Hochgebirgs-Region, ein östliches tropisches Tiefland sowie den dazu überleitenden Andenhang. Nach Süden hin weitet sich das Gebirgsland zum Hochplateau des Altiplano. Zudem verfügt Peru über fruchtbare Küstenebenen. Ein typisches Landschaftsbild der gesamten Anden-Region bilden die tief eingeschnittenen Canyons und Durchbrüche der Gebirgsketten durch grosse Flüsse. Zu den wichtigsten Vegetations-Zonen gehören die Selva (der tropische Regenwald), die Montaña (der Nebelwald) und das Grasland. Die peruanischen Anden sind ein relativ junges Gebirge. Die noch nicht abgeschlossenen geologischen Hebungs-Prozesse lösen öfters Erdbeben aus und erschweren als nahezu unüberwindbares Verkehrshindernis zwischen Ost und West die nationale Einheit von Peru. Die Anden sind Heimat für Alpakas, Lamas und Vikunjas. Ihre Wolle wird sowohl exportiert als auch für die heimische Textilherstellung genutzt.

Auf der Grenze zwischen Peru und Bolivien liegt der berühmte Titicaca-See. Mit seiner Höhe von rund 3‘800 M.ü.M ist er nicht nur der zweitgrösste See Südamerikas (der grösste ist der Maracaiba-See in Venezuela), sondern auch das höchstgelegene grosse Gewässer der Welt. Durch seinen Fischreichtum bildet er eine wichtige Nahrungsquelle für die umliegende Bevölkerung. Eine der Attraktionen des Sees sind die schwimmenden Inseln der Urus, einer ethnischen Gruppe Indigener bei Puno. Ursprünglich begannen die Urus die Inseln zu bauen, um sich vor den kriegerischen Inkas zu schützen oder zu verstecken. Sie bestehen aus kreuzweise geschichteten Lagen Totora-Schilf. Drohte ein Angriff, wurde kurzerhand die Verankerung gelöst und die Urus zogen sich auf ihren Inseln in die Mitte des Sees zurück.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die alte Inka-Stadt Machu Picchu in über 2‘300 Metern Höhe. Die eindrucksvollen Ruinen zeugen von einer hoch entwickelten Kultur. Erbaut wurde sie im 15. Jahrhundert über dem Urubambatal in der Region Cusco. Steile grüne Berge säumen die imposanten Ruinen und den mystischen Inka-Pfad. 1983 wurde die Ruinenstadt von der UNESCO ins Weltkulturerbe aufgenommen.

Neben Bolivien und Guatemala ist Peru eines der lateinamerikanischen Länder mit einem hohen Anteil indigener Bevölkerung. Auch der Regenwald ist nach wie vor Heimat etlicher Indianergruppen, die teilweise bis heute nicht kontaktiert wurden. Sie besitzen einen international anerkannten Rechtsanspruch auf Isolierung, da sie nur eine geringe Resistenz gegen diverse Krankheiten aufweisen.

Klima

Die drei Vegetationszonen Perus prägen das Klima: die Küste, das Gebirge und der Regenwald. Die Hauptstadt Perus, Lima, liegt im Küstengebiet. Im Sommer (Dezember bis März) sind bei anhaltendem Sonnenschein Temperaturen um 25°C zu erwarten. Der Winter (Juni bis September) bringt rund 15°C und dichten Küstennebel. Die vom Humboldtstrom beeinflussten Gebiete weisen geringe Niederschläge auf, während nördlich von Lima das Wetterphänomen El Niño den Strom abschwächt. Im Sommer bringt das Temperaturen bis 35°C und häufigere Niederschläge. 
Generell weist das subtropische Klima Perus ganzjährig extrem hohe Luftfeuchtigkeit auf und Temperaturen zwischen 20°C und 35°C. Ausnahmen bilden die so genannten „Friajes“, Kälteeinbrüche, die von Mai bis August südlich des Regenwaldes auftreten können. Sie bringen Temperaturstürze bis hinunter auf 10°C. Die Regenzeit ist geprägt von starken Regenfällen, wohingegen während der Trockenzeit viele sonnige Tage das Wetter beherrschen. Für das Amazonas-Gebiet und die Anden-Region ist die beste Reisezeit ausserhalb der Regenzeit, von April bis Oktober. Die Küstenregion bietet sich ganzjährig als Reiseziel an, wobei die Wassertemperatur von Januar bis Mai zum Baden am angenehmsten ist.

Reiseinformationen

Die Kriminalität in Peru liegt im lateinamerikanischen Mittelfeld. Überfälle und Diebstähle können für Touristen möglich sein. Achten Sie insbesondere auf Märkten und an Bus-/Zug-Stationen auf Ihr Gepäck. Abends wird zu besonderer Vorsicht geraten und empfohlen, nur offizielle, registrierte und möglichst telefonisch vorbestellte Taxis zu benutzen. Seien Sie grundsätzlich Aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen (möglichst nicht sichtbar am Körper tragen). Die Reisefreiheit kann zusätzlich durch regionale, soziale Unruhen (Strassenblockaden) oder starke Regenfälle kombiniert mit Erdrutschen eingeschränkt werden. Verfolgen Sie daher Medienberichte oder informieren sich bei Ihrem Reisebüro.

Pflichtimpfungen sind grundsätzlich nicht vorgesehen. Bei Reisen in ausgewiesene Gelbfieber-Gebiete Perus ist eine rechtzeitige Impfung (10 Tage vor Einreise) dringend zu empfehlen. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeit-Aufenthalten allenfalls auch Hepatitis B, Tollwut sowie Typhus empfohlen.

Gruppenreisen

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