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South Georgia

Der Name steht für das „Tierparadies im südlichen Atlantik“ und bezeichnet sowohl eine einzelne Insel wie auch die gleichnamige Inselregion. Die Hauptinsel South Georgia liegt 1‘400 Kilometer östlich der Falkland Inseln. Die gesamte Inselgruppe beinhaltet die Gruppen der Pickersgill-Inseln, der Welcome-Inseln, der Willis-Inseln, Annenkov Island, Bird Island, Cooper Island, die Felsen-Sammlungen Clerke Rocks und Shag Rocks. Die Inseln sind aufgrund ihrer zerklüfteten, gebirgigen und hauptsächlich von Eis bedeckten Landschaft kaum bewohnt. Mehrere Berge South Georgias ragen höher als 2‘000 Meter in die kalte Polarluft, das restliche Gebiet der Insel ist stark vergletschert mit nur geringer Tundrenvegetation. Nur an der Ostküste der Hauptinsel, im Hauptort Grytviken, leben einige Forscher und im Südsommer wenige Angestellte des Museums.

Eines der wichtigsten Brutgebiete für Königspinguine findet sich auf South Georgia. Schätzungen zufolge sind es bis zu 400‘000 Brutpaare. Zahlenmässig sind die Goldschopfpinguine die am meisten verbreitete Art South Georgias, mit rund 2,7 Millionen Brutpaaren! Im südlichen Teil der Insel brüten Zügel- sowie Eselpinguine. Auch Wanderalbatrosse kommen zum Nisten nach South Georgia. Mit ihrer Flügelspannweite von über drei Metern liefern die grössten aller Seevögel ein beeindruckendes Bild. Durch die so genannte „Langleinenfischerei“, eine Fischfang-Art der industriellen Hochseefischerei, wurde ihre Art stark dezimiert und sie gelten als bedrohte Vogelart. Zu beobachten sind auf South Georgia ebenfalls See-Elefanten und Seelöwen sowie Robben und Seevögel in der Beobachtungsstation auf Bird Island, vor der Nordwestspitze South Georgias.

Süd- und Westküste unterscheiden sich klimatisch relativ stark. Während an den Südküsten ein beständiger Westwind weht und Kälte und Stürme mitbringt, liegt die Nordküste im Windschatten der Berge und das Klima ist wesentlich angenehmer und ruhiger. Dennoch ist es insgesamt kühl, rau und nass auf South Georgia. Juni bis August, während der Winterzeit, ist die Insel grösstenteils mit Schnee bedeckt und die Temperaturen liegen um die 0°C. Starke Stürme und Niederschläge gehören zum üblichen Winter-Wetter und Treibeisfelder kennzeichnen das Landschaftsbild, auch wenn das Meer nicht gänzlich zufriert. Der Sommer ist kurz, mit 10°C kühl, aber zumindest die regenärmste Zeit des Jahres. Über das Jahr hinweg fallen rund 1‘500 Millimeter Regen und die Wassertemperaturen schwanken zwischen 3°C und 6°C.