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Franz-Joseph-Land

Der Archipel in der russischen Arktis besteht aus 191 Inseln mit einer Gesamtfläche von rund 16‘000 Quadratkilometern. Die Inseln bleiben grösstenteils das gesamte Jahr hindurch von Schnee und Eis bedeckt. Dementsprechend spärlich fällt die Vegetation aus. Vorherrschend sind Moose und Flechten mit hunderten von verschiedenen Arten. Das teilweise erstaunlich bunte Moos- und Flechtenpolster wird ergänzt durch einige Grasarten und Algen.

Die vorherrschende Tierart sind die Seevögel, die sich am leichtesten an das raue Klima anpassen. Ebenso wird Franz-Joseph-Land von Sattel-, Bart- und Eismeer-Ringelrobben bevölkert. Die Eisbären auf dem Archipel sind weit verbreitet, aber ziemlich einsam. Der Polarfuchs findet sich nur in geringer Zahl, meist in der Nähe von grossen Seevögel-Kolonien. Das umliegende Gewässer ist nicht sehr fischreich, beheimatet aber Zwergwale, Weisswale, Narwale, Schwertwale und sogar einige der seltenen Grönlandwale.

Das arktische Klima auf Franz-Joseph-Land wird stark von den Gletschern beeinflusst. Die Polarnacht dauert von Mitte Oktober bis Ende Februar, während die Mitternachtssonne die Monate von Mitte April bis Ende August beherrscht. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt bei -10°C, was für die hohe geographische Breite als relativ mild gilt. Die Durchschnittstemperatur in den wärmsten Monaten erreicht jedoch nicht mehr als etwa 1°C.

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