« zurück zu Arktis

Grönland

Grönland ist die grösste Insel der Erde und ihr Name bedeutet „Land der Menschen“. Während sie geographisch zum arktischen Nordamerika gehört, ist sie politisch autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark. Die Insel erstreckt sich vom Kap Farvel im Süden bei 59°46‘ nördlicher Breite bis 83°40‘ nördlicher Breite der Kaffeklubben-Insel im Norden. Mit 710 Kilometern Abstand von der Nordküste Grönlands bis zum Nordpol ist sie die am nächsten liegende Landmasse.

Lediglich 20 Prozent der Fläche Grönlands sind eisfrei. Würde der Eisbestand Grönlands schmelzen, würde der weltweite Wasserstand um sechs bis sieben Meter steigen – eine immense Menge Eis! Der Süden Grönlands bietet ein leicht gewelltes Hochland, das an der Küste durch zahlreiche Buchten, Fjorde und Meeresstrassen zerfurcht wird. Imposante Berge, die am Ostrand der Insel bis zu knapp 3‘700 Meter aufragen, umsäumen den Hochlandrand Grönlands. Das Pflanzenwachstum ist spärlich und wird von Moosen, Flechten, Pilzen und Algen beherrscht. Lediglich in den geschützten Fjorden des Südens wachsen Birken und Weiden.

Dafür ist die Tierwelt umso vielfältiger. Der bekannteste Vertreter ist der Eisbär, der im nordostgrönländischen Nationalpark sowie im äussersten Norden anzutreffen ist. Der zweitgrösste Landsäuger ist der Moschusochse, der im Nordosten und im Westen in grossen Herden vorkommt. Herden von Rentieren besiedeln hauptsächlich die mittlere Westküste, die trockenen Steppengebiete des Südens und den Nordwesten. Kleinere Tiere wir das Hermelin, der Lemming oder der Polarwolf leben ausschliesslich in Nordostgrönland und im äussersten Norden. Weit verbreitet sind hingegen der Polarhase und der Polarfuchs.

Die Gewässer um Grönland beherbergen eine Vielzahl von Meeressäugern: den Zwergwal, Buckelwal, Beluga, Narwal, Grönlandwal, Beluga, Schwertwal, diverse Robben-Arten sowie das Atlantik-Walross. Zusätzlich sind in den Gewässern Fischarten wie Dorsch, Lachs, Steinbeisser, Heilbutt und Wandersaibling vertreten. 

Ebenfalls artenreich ist die Vogelwelt Grönlands, mit rund 200 Arten. Dazu gehören Kolkraben, Gryllteiste, Dreizehenmöwen, Schneeammern, Eiderenten, Eistaucher, Alpschneehühner, Kormorane und Odinshühnchen. In Südwestgrönland sind Seeadler weit verbreitet, Falken und Skuas sind hingegen eher in ausgedehnteren Gebieten zu finden. Die Schnee-Eule besiedelt hauptsächlich Nord- und Nordostgrönland.

In Nuuk, der Hauptstadt Grönlands, leben heute rund 15‘000 Menschen, in ganz Grönland sind es ca. 56‘000. Über 80 Prozent der Einwohner sind Inuit, die in Grönland geboren sind. Lediglich ein geringer Anteil der Bevölkerung besteht aus Dänen.

Grönland wird von polarem und subpolarem Klima beherrscht. Rund 100 Kilometer von der Küste entfernt herrscht kontinental geprägtes Klima wie in Sibirien oder Mittelalaska. Die Küstenstreifen an der Westküste sowie die vorgelagerten Inseln werden vom Grönlandstrom dominiert und das Meer ist ganzjährlich eisfrei. Aus diesen Gründen liegen die Städte und Siedlungen auch überwiegend an der Westküste und leben vom blühenden Fischhandel.

Nach oben