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  • anjameier

Auf Kreuzfahrt während Corona Ein Reisebericht - Teil 1

Aktualisiert: Sept 2


Als Hapag-Lloyd im Juli ankündigte, ab August Kurzkreuzfahrten ab/bis Hamburg ohne Landgänge anzubieten, habe ich nicht lange gezögert und eine Fahrt auf der 2019 fertiggestellten HANSEATIC inspiration gebucht. Zum einen hatte ich nach fast 9 Monaten "an Land" wieder ungemein Lust auf Meer und zum anderen wollte ich mir direkt vor Ort ein Bild vom neuen Sicherheits- und Hygienekonzept machen, welches wohl für die nahe Zukunft in ähnlicher Form zum Standard in der Kreuzfahrten-Branche wird.


Dank der sehr detaillierten Reiseunterlagen konnten wir uns vor Abreise gut auf die bevorstehende Kreuzfahrt vorbereiten. Ein Gesundheitsfragebogen muss ausgefüllt und bei Einschiffung abgegeben werden. Ein genereller Covid-19 Test ist nicht nötig. In Verdachtsfällen hat Hapag-Lloyd jedoch die Möglichkeit im Hafengebäude einen Schnelltest inkl. Laborauswertung vorzunehmen. Dies gilt auch auf dem Schiff. Ein entsprechendes Labor wurde eingerichtet.


Am Dienstag, 6.8. ging es mit einer Maschine der Swiss nach Hamburg. Ein Mund-Nasen-Schutz muss am Flughafen Zürich dann getragen werden, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten wird. Aufgrund des reduzierten Flugplans waren trotz Sommerferien nicht so viele Passagiere wie üblich im Flughafengebäude. Deshalb war das Check-in und die Sicherheitskontrolle schnell und entspannt erledigt.


Nachdem unser Flug zum Einsteigen aufgerufen wurde, hiess es wieder Maske auf. Die Maskenpflicht gilt während des gesamten Fluges. Bei einer Flugzeit von etwas mehr als einer Stunde gut auszuhalten.


Nach einer überpünktlichen Landung in Hamburg bei schönstem Wetter und 31 Grad ging es mit einer Limousine unseres Partners Blacklane zum Hafen von Altona. Ein Mund-Nasen-Schutz ist in Deutschland in allen geschlossenen Räumen Pflicht, so auch im Flughafen sowie in der Limousine.


Nach ca. 35 Minuten Fahrzeit erreichten wir auch schon das Cruise Terminal von Hamburg Altona. Bei der Reservierung der Reise mussten wurde uns ein Einschiffungszeitraum aufgrund unserer Ankunft zugeteilt (14.00 - 15.00 Uhr, 15.00 - 16.00 Uhr oder 16.00 - 17.00 Uhr) damit sich nicht zu viele Gäste gleichzeitig im Hafengebäude aufhalten. So kam es auch, dass wir bei Ankunft die einzigen Gäste waren. Nach der herzlichen Begrüssung der Hapag-Lloyd Mitarbeiter folgte das obligatorische desinfizieren der Hände und Temperaturmessen. Anschliessend wurden die restlichen Formalitäten erledigt und schon ging es nach einer kurzen Sicherheitskontrolle auch schon auf unsere Kabine. Vom Verlassen des Wagens bis zu unserer

Balkon-Kabine vergingen kaum mehr als 10 Minuten. Das nenne ich eine VIP-Behandlung!


Standesgemäss wurden wir in unserer Kabine dann auch mit Sekt und Häppchen begrüsst.



Die Maskenpflicht an Bord gilt überall dort, wo der Mindestabstand von 1.5 Metern nicht eingehalten werden kann:

- im Hafenterminal

- bei der Seenotrettungsübung

- in den Gängen

- im Lift

- in der Boutique

- im Hospital

- auf dem Weg in die Restaurants

- im Lido-Restaurant

- in den Zodiacs

- in der Ocean-Academy bei mehr als 3 Personen


Am Tisch in den Restaurants, am Platz in den Lounges oder Theater sowie auf den Sonnenliegen auf dem Pooldeck muss die Maske nicht getragen werden, resp. überall wo mindestens 1.5 Meter Abstand gewährleistet sind. In den Restaurants wurden die Tische und Stühle so platziert, dass genügend Abstand vorhanden ist. In den Lounges wurden einzelne Plätze gesperrt um auch so die Abstandsregel einzuhalten.


Die Kabine resp. Suite wird 2x täglich gründlich gereinigt (auf Wunsch auch 3x pro Tag) sowie regelmässig alle Türgriffe in den öffentlichen Räumlichkeiten desinfiziert. Hapag-Lloyd stellt eine Anzahl an Einwegmasken zur Verfügung die bei Ankunft auf die Kabine geliefert werden. Es empfiehlt sich aber auch eigener Masken mitzuführen.

Nach der obligatorischen Seenotrettungsübung die ausnahmsweise im HanseAtrium (Theater) sowie in der Observation Lounge durchgeführt wurde um die Anzahl Gäste aufzuteilen, informierte uns der Schweizer Kapitän, Roman Obrist, dass wir den Hafen von Hamburg bereits um 19 Uhr verlassen werden anstelle um Mitternacht, damit wir die Abendstimmung von Hamburg und der Elbe geniessen können.


Somit hiess es "Leinen los" für die HANSEATIC inspiration mit nur 106 Gästen an Bord zu unserem Kurzreise rund um Dänemark!




Im nächsten Blog erzähle ich Ihnen mehr von der eigentlichen Reise die als "5-Tage-auf-See-Erholungskreuzfahrt" angedacht war, die dann aber aufgrund der tollen Crew und des Kapitäns zu einem einmaligen Erlebnis mit viel Abwechslung wurde.


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